Wer ich bin

Über mich

Hannes Popken

Moin,
ich bin Hannes.

Und direkt vorab: ich bin genauso unsicher, ängstlich und zerbrechlich wie die meisten Menschen da draußen und auch wie die, die zu mir kommen. Das sage ich nicht als Bescheidenheitsgeste, sondern weil es stimmt. Und weil es der Grund ist, warum ich tue, was ich tue.


Mit 36 hatte ich einen Schlaganfall. Mit 37 einen bösartigen Tumor im Bauchgewebe. Ich war Mitte dreißig, stand mitten im Leben, fühlte mich unbesiegbar und plötzlich stand trotzdem alles still.

Es gibt einen Moment auf der Intensivstation, der hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt und den werde ich wahrscheinlich nie in meinem Leben vergessen. Ich hatte Gesichtslähmungen, eine ungewisse Prognose und stand am tiefsten Punkt. Und dennoch verspürte ich keine Angst. Nicht weil ich besonders mutig war. Sondern weil ich plötzlich vollständig im Hier und Jetzt war. Ich konnte nur annehmen, was ist. Und in diesem Annehmen war etwas, was ich bis dahin nicht kannte: absolutes Urvertrauen. Eine Gewissheit, die nicht aus Fakten kam, sondern aus einer Passung mit mir selbst. Die Gewissheit, dass ich wieder gesund werde.

Ich wurde wieder gesund.

Mit 38 habe ich die Triathlon Langdistanz in Roth absolviert. Nicht um etwas zu beweisen. Sondern weil das Fundament trug und ich wissen wollte, wie weit es trägt.

Hannes Popken bei der Triathlon Langdistanz in Roth

Roth, 2024 — Triathlon Langdistanz

Was mich das gelehrt hat

Was mich das gelehrt hat, lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Haltung.

Nicht als Eigenschaft, die man hat oder nicht hat. Sondern als etwas, das man entwickelt. Durch Erfahrung, durch Reflexion, durch das ehrliche Hinschauen auf das, was wirklich ist. Haltung ist keine Entscheidung, die man in der Krise trifft. Sie ist das Fundament, das man vorher baut — damit man in der Krise überhaupt entscheiden kann.

Das ist die Frage, die mich seither nicht loslässt. Und die mich zum Coaching geführt hat.


Haltung ist keine Entscheidung, die man in der Krise trifft. Sie ist das Fundament, das man vorher baut — damit man in der Krise überhaupt entscheiden kann.

— Hannes Popken
Hannes Popken beim Schreiben

Ausbildung & Hintergrund

Ich bin Geograph und Nachhaltigkeitswissenschaftler. Ich habe Coaching fundiert gelernt am Institut für Advanced Studies in Kiel, angebunden an die Christian-Albrechts-Universität — mit humanistischer Psychologie als Grundlage und echtem Praxistraining als Kern. Das ist die Grundlage. Die Geschichte ist der Grund.

Seit einigen Jahren mache ich außerdem Podcast. Zusammen mit meinem Bruder Lasse beim Plattfuss Podcast über Triathlon, Ausdauersport und den Wahnsinn, der dazugehört. Und in "In der Wechselzone mit" spreche ich mit Menschen über das, was sie trägt.

Die Wechselzone ist für mich eine Metapher geworden. Der Moment zwischen zwei Disziplinen. Innehalten, neu ausrichten, weitermachen. Genau das ist oft der Moment, in dem Menschen zu mir kommen.

Ich lebe in Kiel. Ich surfe, fahre Gravelbike und lese zu viele Bücher gleichzeitig. Ich bin Humanist. Nicht als Titel, sondern als Haltung.

Und ich glaube fest daran: Die Ressourcen für das, was du brauchst, sind bereits in dir. Manchmal braucht es jemanden, der den Raum hält — damit sie sichtbar werden.